Das Wichtigste in Kürze
- Der Gewerbepark Wernberg (Industriestraße 4, 9241 Wernberg, Bezirk Villach Land) reduziert seine CO2-Emissionen durch Hackgutheizung und PV-Anlage um rund 96 %.
- Konkret: von 239,7 t CO2e im Basisjahr 2025 auf 10,3 t CO2e in der Prognose 2026 (market-based, Scope 1 + 2).
- Die spezifische Emission sinkt von 20 auf 0,7 kg CO2e pro m² Standortfläche.
- Berechnet von der unabhängigen Katschnig Consult GmbH nach GHG Protocol und ISO 14064-1:2018, Konsolidierungsansatz Operational Control.
- Mieter dürfen die Werte direkt in ihr eigenes Treibhausgas-Inventar (Scope 1, 2 und 3) übernehmen, etwa für CSRD-Berichte, Kundenaudits und ESG-Zielwerte.
Wenn der Standort plötzlich Teil deiner Klimabilanz wird
Wer heute eine Gewerbeimmobilie sucht, schaut längst nicht mehr nur auf Quadratmeterpreis und LKW-Zufahrt. Die Frage hat sich verschoben. Sie lautet: Wieviel CO2 produziert der Standort, an dem ich morgen meine Halle aufmache? Und wieviel davon landet später in meinem eigenen Bericht?
Genau hier wird der Gewerbepark Wernberg im Bezirk Villach Land interessant. Der Standort in der Industriestraße 4 schafft rund 96 Prozent Reduktion gegenüber dem Basisjahr 2025. Von 239,7 auf 10,3 Tonnen CO2e pro Jahr, market-based berechnet. Das ist keine Marketingfolie, das ist ein zertifizierter Corporate Carbon Footprint, geprüft nach GHG Protocol und kompatibel mit ISO 14064-1:2018.
Für Mieter bedeutet das zwei Dinge gleichzeitig: planbare Energiekosten und eine deutlich bessere CO2-Bilanz, die in ihre eigenen ESG-Zahlen einfließt.
Warum die CO2-Bilanz von Gewerbeimmobilien jetzt entscheidend ist
CSRD, Lieferkettengesetze, Kundenaudits aus der Automobil- und Lebensmittelindustrie. Der Druck kommt nicht aus einer Richtung, sondern aus mehreren auf einmal. Auch KMU bekommen plötzlich Fragebögen mit Spalten wie “Energieträger Standort” oder “spezifische Emissionen pro Quadratmeter”.
Was viele unterschätzen: Der Standort selbst entscheidet mit, ob ein Unternehmen seine Klimaziele erreicht oder verfehlt. Drei Bereiche werden gemessen:
- Scope 1: direkte Emissionen am Standort, etwa aus der Heizung.
- Scope 2: indirekte Emissionen aus eingekauftem Strom oder Fernwärme.
- Scope 3: alles vor- und nachgelagert, von Pendelverkehr bis Produktnutzung.
Eine Gewerbeimmobilie mit Hackgutheizung und PV-Anlage drückt vor allem Scope 1 und 2 nach unten. Wer als Mieter in so einen Standort einzieht, übernimmt den Effekt direkt in die eigene Corporate Carbon Footprint, kurz CCF.
Das ist der Hebel, den viele übersehen. Die Investition hat der Standort schon gemacht. Du profitierst, sobald du den Mietvertrag unterschreibst.
Was am Standort Wernberg konkret passiert
Im Gewerbepark Wernberg arbeiten zwei Systeme zusammen:
- Hackgutheizung statt Erdgas oder Heizöl. Der Brennstoff kommt aus regionaler Forstwirtschaft, die Verbrennung gilt als CO2-neutral, weil das gebundene CO2 ohnehin beim Verrotten freigesetzt würde.
- PV-Anlage auf den Dachflächen. Der Strom fließt direkt in die Hallen, in den Eigenverbrauch der Mieter oder ins Netz.
Die Kombination ist der eigentliche Hebel. Eine PV-Anlage allein bringt im Winter wenig, eine Hackgutheizung allein deckt nur den Wärmebedarf. Erst zusammen ergibt sich die Reduktion von rund 96 Prozent.

Das Ergebnis in Zahlen, market-based berechnet:
- Scope 1 (direkte Emissionen): 239,3 t CO2e (2025) → 10,3 t CO2e (Prognose 2026).
- Scope 2 (market-based): 0,0 t CO2e in beiden Jahren, weil zertifizierter Grünstrom zugekauft und Eigenstrom aus PV genutzt wird.
- Summe (market-based): 239,7 → 10,3 t CO2e pro Jahr.
- Spezifische Emission: von 20 kg CO2e/m² auf 0,7 kg CO2e/m².
Zur Einordnung: Ein durchschnittliches Mittelklasseauto in Österreich emittiert etwa 2 Tonnen pro Jahr. Die Einsparung am Standort von rund 229 Tonnen entspricht also ungefähr 115 Autojahren. Pro Jahr.
Für Mieter heißt das auch: Die Wärme- und Stromversorgung ist weitgehend entkoppelt von Gas- und Strommarkt-Schocks. Was 2022 viele Produktionsbetriebe in Bedrängnis gebracht hat, fällt hier deutlich gedämpfter aus.
Wie der CCF berechnet wurde
Damit Mieter die Zahlen sauber in ihr eigenes Treibhausgas-Inventar übernehmen können, muss die Berechnung selbst standardkonform sein. Genau das ist hier der Fall.
Der Corporate Carbon Footprint für den Gewerbepark Wernberg wurde von der unabhängigen Katschnig Consult GmbH aus Graz erstellt. Maßgeblich sind dabei vier Punkte:
- Methodik: GHG Protocol, Corporate Accounting and Reporting Standard.
- Norm: ISO 14064-1:2018, Kompatibilität gegeben.
- Konsolidierungsansatz: Operational Control. Die Emissionen werden also dem Standortbetreiber zugerechnet, nicht den Mietern.
- Berichtszeitraum: Basisjahr 2025 plus Prognose 2026.
Wichtig im Detail: Biogene Emissionen aus der Hackgutverbrennung werden in Scope 1 gemäß GHG-Vorgaben separat ausgewiesen und nicht in die fossile Bilanz eingerechnet. Das verhindert genau die Diskussion, mit der viele andere Standorte zu kämpfen haben, wenn sie ihre Holzheizung als “CO2-frei” verbuchen wollen.
Die Methodik ist damit für Mieter belastbar: Wer die Werte in den eigenen Nachhaltigkeitsbericht übernimmt, kann sie auch im Audit verteidigen.
So wird der Standortvorteil zur eigenen Klimabilanz
Hier passiert oft der Bruch zwischen Theorie und Praxis. Viele Unternehmen wissen nicht, wie sie die Werte des Standorts korrekt in ihre eigene CCF übernehmen. Dabei ist der Weg klar geregelt.
So sieht ein typischer Übernahmeprozess aus:
- Mietvertrag und Energiedaten anfordern: Verbrauchswerte, Energiequellen, Emissionsfaktoren.
- Daten dem richtigen Scope zuordnen: Heizenergie meist Scope 1 oder 2, eingekaufter Strom Scope 2.
- Reduktionseffekt dokumentieren: Differenz zwischen Standardwert und tatsächlichem Wert.
- In den eigenen Bericht übernehmen: CSRD-Pflichtbericht, Lieferantenauskunft oder freiwilliger Nachhaltigkeitsbericht.
Was viele Geschäftsführer unterschätzen: Eine saubere CO2-Reduktion am Standort erspart aufwändige Kompensationen über Zertifikate. Und sie ist deutlich glaubwürdiger im Audit, weil sie real entsteht, nicht zugekauft wird.
Wer schon heute Lieferantenfragebögen ausfüllt, weiß, welcher Unterschied das macht. Eine Tabelle mit “Strom aus Eigen-PV” und “Wärme aus Hackgut” wird anders bewertet als der Standardmix aus dem öffentlichen Netz.

Für wen sich der Standort Wernberg in Villach Land besonders rechnet
Nicht jedes Unternehmen profitiert gleich stark. Am höchsten ist der Effekt bei Branchen, die selbst unter Druck stehen, ihre Klimaziele nachzuweisen:
- Produktionsbetriebe, die in Lieferketten von OEMs oder Lebensmittelkonzernen hängen.
- Logistiker, deren Kunden Scope-3-Daten verlangen.
- Dienstleister mit ESG-Reporting, etwa im Engineering oder in der IT.
- Mittelständler mit Bankenfinanzierung, weil Banken zunehmend ESG-Kriterien in Kreditkonditionen einbauen.
- Niederlassungen internationaler Konzerne, die zentrale Klimavorgaben erfüllen müssen.
Für diese Gruppen ist der Standort selbst ein Argument im Vertrieb. Wer einem Kunden zeigen kann, dass seine Halle 96 Prozent weniger CO2 erzeugt als vergleichbare Standorte, hat im Pitch einen anderen Hebel als der Mitbewerb in einer 80er-Jahre-Halle mit Ölheizung.
Geographisch liegt Wernberg günstig im Bezirk Villach Land, mit Anschluss an die A2 und Nähe zum Bahnhof Villach. Wer Mitarbeiter aus dem Großraum Villach holen will, ist in 15 bis 20 Minuten dort.
Was du als Nächstes tun solltest
Bevor du dich auf einen Standort festlegst, lohnt sich ein nüchterner Blick auf die eigene Berichtspflicht. Drei Fragen reichen für den Anfang:
- Welche Scope-Daten musst du liefern, an wen, in welcher Frequenz?
- Wie hoch ist der Anteil des Standorts an deiner gesamten CCF?
- Welche Reduktionsziele hast du für die nächsten drei bis fünf Jahre?
Wenn auch nur eine der Antworten “weiß ich nicht genau” lautet, wird der Standort spätestens beim nächsten Audit zur strategischen Frage. Nicht zur Mietfrage.
Wernberg ist nicht der einzige nachhaltige Betriebsstandort in Kärnten. Aber einer mit harten Zahlen, die jeder Mieter in seinen eigenen Bericht übernehmen kann.
FAQ
Was bedeutet 96 % CO2-Reduktion am Standort Wernberg konkret?
Die Treibhausgasemissionen am Standort Industriestraße 4 in Wernberg sinken laut zertifiziertem CCF von 239,7 t CO2e (Basisjahr 2025) auf 10,3 t CO2e (Prognose 2026), market-based berechnet nach GHG Protocol. Das entspricht rund 229 Tonnen Einsparung pro Jahr. Hauptursache: Hackgutheizung statt fossiler Brennstoffe und Eigenstrom aus PV-Anlage.
Wer hat den Corporate Carbon Footprint berechnet?
Die Katschnig Consult GmbH aus Graz, eine spezialisierte Beratungsgesellschaft für Ökobilanzen, hat den CCF nach GHG Protocol und kompatibel mit ISO 14064-1:2018 erstellt. Konsolidierungsansatz ist Operational Control.
Kann ich diese Einsparung als Mieter in meinen eigenen Nachhaltigkeitsbericht aufnehmen?
Ja. Die Werte fließen in deine Corporate Carbon Footprint ein, je nach Energieträger als Scope 1 oder Scope 2. Kruschitz Immobilien stellt die nötigen Verbrauchs- und Emissionsdaten samt CCF-Zertifikat zur Verfügung.
Was ist der Unterschied zwischen Scope 1, 2 und 3?
Scope 1 sind direkte Emissionen am Standort. Scope 2 sind indirekte Emissionen aus eingekaufter Energie. Scope 3 umfasst alles davor und danach, etwa Lieferanten, Pendelverkehr oder Produktnutzung.
Was sagt die spezifische Emission von 0,7 kg CO2e/m² aus?
Sie misst, wieviel CO2-Äquivalent pro Quadratmeter Standortfläche und Jahr anfällt. Der Wert sinkt am Gewerbepark Wernberg von 20 auf 0,7 kg CO2e/m². Für Mieter heißt das: deutlich bessere Kennzahlen in jedem Lieferantenfragebogen.
Eignet sich Wernberg auch für Unternehmen ohne CSRD-Pflicht?
Ja. Auch Mittelständler ohne direkte Berichtspflicht profitieren, weil Großkunden, Banken und Versicherungen zunehmend ESG-Daten verlangen. Wer sie liefern kann, gewinnt Aufträge.
Welche Branchen passen besonders gut an den Standort?
Produktionsbetriebe, Logistiker, technische Dienstleister, Großhandel und Niederlassungen mit Konzernvorgaben. Im Grunde jedes Unternehmen, das CO2-Daten reportet oder reporten muss.
Quellen
CCF-Werte Gewerbepark Wernberg (239,7 → 10,3 t CO2e, 20 → 0,7 kg CO2e/m²): Katschnig Consult GmbH, “Corporate Carbon Footprint Gewerbepark Wernberg, Basisjahr 2025 und Prognose 2026”, April 2026. Berichtsempfänger: Kruschitz Werner Immobilienverwaltung GmbH, Industriestraße 4, 9241 Wernberg. Verfasser: DDI Dr. mont. Matthias Katschnig.
Berechnungsmethodik: GHG Protocol Corporate Accounting and Reporting Standard, kompatibel mit ISO 14064-1:2018, Konsolidierungsansatz Operational Control. Siehe ghgprotocol.org und iso.org/standard/66453.
Unabhängiger Ersteller des CCF: Katschnig Consult GmbH, Griesgasse 33, 8020 Graz. Siehe oekobilanz.at.
Durchschnittlicher CO2-Ausstoß PKW in Österreich (~2 t/Jahr): Umweltbundesamt Österreich, Sachstandsbericht Verkehr; VCÖ Mobilitätsfaktencheck. Siehe umweltbundesamt.at und vcoe.at.
CSRD-Berichtspflicht: Richtlinie (EU) 2022/2464 (Corporate Sustainability Reporting Directive). Siehe eur-lex.europa.eu.
Hackgut als CO2-neutraler Energieträger, biogene Emissionen separate Betrachtung: Klima- und Energiefonds Österreich, GHG Protocol Land Sector and Removals Guidance. Siehe klimafonds.gv.at und ghgprotocol.org.